Statistisches Bundesamt (Destatis): Daten zu Personen mit Migrationshintergrund. Davor wurden für in Deutschland lebende Menschen, die im Ausland geboren wurden oder Eltern haben, die seit 1950 aus dem Ausland zugezogen sind, meist die Begriffe „Deutsche ausländischer Herkunft“ oder „Ausländer“ oder die entsprechende Nationalität (Türken, Italiener, Spanier auch in der Kombination wie „Deutschtürke“) verwendet. 2019 lebten in Deutschland 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, was einem Bevölkerungsanteil von etwa 26 % entspricht. Mit der Sonderstudie Where Immigrant Students Succeed – a comparative Review of Performance and Engagement from PISA 2003 (deutscher Titel: Wo haben Schüler mit Migrationshintergrund die größten Erfolgschancen? Personen mit Migrationshintergrund sind im Durchschnitt deutlich jünger als jene ohne Migrationshintergrund (33,8 gegenüber 44,6 Jahre). Es gibt sowohl Gruppen, die sehr gut im deutschen Schulsystem abschneiden, als auch solche, die sehr schlecht abschneiden. Fast die Hälfte der Personen mit Migrationshintergrund ist im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft. In Großbritannien geborene Kinder von Migranten gelten selbst nicht als Migranten. Die Gründe dafür sind ungeklärt. In Bezug auf Deutschland wird für Menschen ohne Migrationshintergrund auch die kontroverse Bezeichnung Biodeutscher verwendet. [80], Laut Cornelia Kristen (2002) erhalten Schüler aus einigen Migrantengruppen trotz gleicher Leistungen schlechtere Schulnoten. Mehr als die Hälfte von ihnen besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. [14] 2006 hatten 7,3 Millionen bzw. 35 Prozent: Berliner Senat plant Quote für Menschen mit Migrationshintergrund Nach aktueller Definition des Statistischen Bundesamts liegt ein Migrationshintergrund vor, wenn man selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde oder wenn dies bei mindestens einem Elternteil der Fall ist. Je jünger die Hamburger sind, desto häufiger haben sie einen Migrationshintergrund. In vielen Ländern haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gute Chancen, ihr Amt zu verteidigen. Die Daten werden in der zentralen Personendatenverwaltung (zPDV) eingegeben und dürfen nur für statistische Zwecke verwendet werden. Doch wie die Zuordnung eines Migrationshintergrundes erfolgt, sei nicht transparent, so Will. Die verbleibenden 353.000 Personen sind bereits in Österreich geboren, der Geburtsort beider Elternteile liegt jedoch im Ausland. Im Einzelnen haben folgende Gruppen nach dieser Definition einen Migrationshintergrund: Ausländerinnen und Ausländer, Eingebürgerte, (Spät-) Aussiedlerinnen und (Spät-) Aussiedler, Personen, die durch die Adoption deutscher Eltern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, sowie die Kinder dieser vier Gruppen. § 6 Satz 2 Verordnung zur Erhebung der Merkmale des Migrationshintergrundes (Migrationshintergrund-Erhebungsverordnung – MighEV) vom 29. Dezember 2014, Neuregelung der Optionspflicht ab 20. [72][73], Eine OECD-Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte, wie viele Prozent der Schüler (mit und ohne Migrationshintergrund) jeweils Grundkenntnisse in den Fachbereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik besitzen. [93], Ähnlich verhält es sich in Polen, wo Einwanderer (przybysze) sowie Angehörige nationaler oder ethnischer Minderheiten erfasst werden. 23,5 % von ihnen stammen aus den damals 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Obwohl die neue Definition es nicht explizit sagt, werden diese Migrationserfahrungen nach wie vor nicht berücksichtigt, erklärt Anne-Kathrin Will. Oktober 2010.[45]. Wer hat einen „Migrationshintergrund“? Das Statistische Bundesamt erfasst den sogenannten Migrationshintergrund seit über zehn Jahren im Mikrozensus. Deshalb wurde das Wort „Migrationshintergrund“ auch als „Unwort des Jahres“ vorgeschlagen. Auch Menschen, die als Deutsche in Deutschland geboren sind und deutsche Eltern haben, können einen Migrationshintergrund haben. Der Beschluss soll in der Schweiz geborenen Enkeln von Einwanderern eine erleichterte Einbürgerung ermöglichen.[92]. Aber sie sind sehr unterschiedlich. Im Jahr 2011 hatten in Frankfurt am Main 42,7 Prozent, in Stuttgart 38,6 Prozent und in Nürnberg 36,2 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Neben den zusätzlichen Fragen, die das Statistische Bundesamt jährlich zum Migrationshintergrund und zur Staatsangehörigkeit stellt, ist seit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Mikrozensus 2016 auch die Definition neu. Es wurde hierbei nicht die Zuwanderung nach 1949, sondern nach 1955 abgefragt. [68] Diese im Ausland geborenen Personen haben aber keinen Migrationshintergrund, weil sie selbst und ihre Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren sind. Im Gegenteil: Innerhalb der einzelnen Herkunftsgruppen scheint die Bildungssituation von Generation zu Generation besser zu werden.[85]. September 2019 14. Das erklärt die Sozialanthropologin Anne-Kathrin Will in einer aktualisierten Expertise für den MEDIENDIENST. [76] Dieses Ergebnis gewinnt angesichts der ausgeprägten ethnischen Segregationstendenzen im deutschen Grundschulsystem eine besondere Bedeutung. Seit 2017 stieg der Wert leicht an. Laut Definition vom BAMF – Bundesamt für Migrationund Flüchtlinge sind das in Deutschland „ alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder … Der Begriff „Migrationshintergrund“ hat sich in den Medien und auch in der Alltagssprache stark verbreitet, wobei die Verwendung nicht immer korrekt ist. Vom Bootsflüchtling zum Bundesbürger. Gleichwohl hatte diese aus Deutschen bestehende Bevölkerungsgruppe ähnliche Probleme zu bewältigen wie Zuwanderer, die als Ausländer nach Deutschland gekommen waren (z. 59,9 % der seit 1950 Zugewanderten stammten im Jahre 2008 aus Europa. die beiden Partner eines Paares (mit oder ohne Kind (er)) bzw. Zuletzt gab es einige Änderungen in der Definition und Erhebung. Zugleich verfügen 46,5 % von ihnen über keinen beruflichen Bildungsabschluss, verglichen mit 21,2 % der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. B. das Problem der mangelhaften Beherrschung der deutschen Sprache[27]). [11], Im Jahr 2009 stieg die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland auf 16,0 Millionen oder 19,6 % der Bevölkerung. Beim Übergang auf das Gymnasium gibt es jedoch keinen Effekt der Nationalität mehr, wenn man die Noten kontrolliert. Für jedes einzelne Herkunftsland gilt, dass in Deutschland geborene Jugendliche (also Schüler der zweiten Generation) bessere Ergebnisse erzielen als Jugendliche, die im Ausland geboren wurden (also Schüler der ersten Generation). Auffallend stark (mehr als 30 Prozentpunkte Unterschied) war die Differenz in Finnland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweden und in Deutschland. So ersetzt der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ häufig den früher verbreiteten Begriff „ausländische Mitbürger“. Das war nicht der Fall. Nur Menschen mit zwei reindeutschen Elternteilen haben in Deutschland keinen Migrationshintergrund. Das Risiko für Rauschtrinken bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund war geringer, wenn bei ihnen bzw. Es zeigte sich, dass Schüler mit Migrationshintergrund sowohl in der ersten als auch in der zweiten Einwanderergeneration signifikant schlechter als Schüler ohne Migrationshintergrund abschnitten. Bei den unter Fünfjährigen stellen Personen mit Migrationshintergrund im Jahr 2008 ein Drittel dieser Bevölkerungsgruppe. [24], Mit dem Gesetzesentwurf von 2016 für ein Bayerisches Integrationsgesetz wurde beabsichtigt, den Deutschen mit Migrationshintergrund auch Personen mit einem Eltern- oder einem Großelternteil gleichzustellen, der nach Abschluss der Wanderungsbewegungen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland zugewandert ist.[25]. In allen ostdeutschen Bundesländern gibt es unter ausländischen Jugendlichen mehr Abiturienten und weniger Sonderschüler als in allen Westländern. Im Mikrozensus 2015 betrifft dies hochgerechnet 25.000 Personen. I, S. 1372–1373, Siehe Artikel 2 („zumindest einen Eltern- oder Großelternteil haben, der die Bedingungen der Nr. [12][13], Mit 10,4 Millionen stellen die seit 1950 Zugewanderten – das ist die Bevölkerung mit eigener Migrationserfahrung – zwei Drittel aller Personen mit Migrationshintergrund. Nach den Ergebnissen des Zensus 2011 sind 29,0 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund römisch-katholisch, 15,9 % Mitglied einer evangelischen Landeskirche, 6,5 % sind christlich-orthodox, 0,5 % gehören zu jüdischen Gemeinden. Das Statistische Bundesamt erfragt heute weitere Sachverhalte. In Brandenburg verlassen sogar 44 Prozent aller ausländischen Jugendlichen die Schule mit dem Abitur. Jedem stehe frei, "polnisch" beziehungsweise "britisch" anzugeben. Statistisches Bundesamt, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit: Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2009, Fachserie 1, Reihe 2.2, Wiesbaden 2010, S. 7. Obschon den Migrantenkindern von der Studie Lernbereitschaft und eine positive Einstellung attestiert wurde, sind ihre Erfolgschancen im deutschen Bildungssystem geringer als in jedem anderen der 17 untersuchten Staaten: Detailliertere, auf die „PISA 2000“-Untersuchung aufbauende Studien zeigen, dass im Ergebnis nicht die Herkunft als solche, sondern (neben der im Elternhaus gesprochenen Sprache [Esser 2001; Kristen 2002]) das Ausbildungsniveau der Eltern, insbesondere der Mutter, über den Bildungserfolg entscheidet[84] – ein Zusammenhang, der gleichermaßen auch für die Schüler ohne Migrationshintergrund festgestellt wurde. [76] Migrantenkinder haben vor allem dann schlechte Chancen auf ein Gymnasium oder eine Realschule zu gehen, wenn sie eine Schule mit vielen anderen Migrantenkinder besuchen. Seit langem kritisieren Forscher*innen, wie der "Migrationshintergrund" erfasst wird. Demnach bezeichnet man in Österreich Personen mit Migrationshintergrund als solche, wenn beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Er arbeitet unabhängig und will den Austausch zwischen Wissenschaft und Medien intensivieren. Deutschland: Jeder Fünfte hat einen Migrationshintergrund Detailansicht öffnen Passanten in der Franfurter Fußgängerzone. [93], Definition des Statistischen Bundesamtes 2005, Abweichende Definitionen einzelner Bundesländer, Zusammensetzung der Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund, Nach der geopolitischen Herkunft der Zugewanderten, Migrationshintergrund in deutschen Großstädten, Migrationshintergrund und schulische Erfolge, Unterschiedliche schulische Erfolge in Ost- und Westdeutschland, Migrationshintergrund und Integration in den Arbeitsmarkt, Statistisches Bundesamt, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit: Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1, Reihe 2.2, Wiesbaden 2007, S. 7. Statistik: Jeder Vierte hat Migrationshintergrund Migrationshintergrund. Zudem werden – anders als in Deutschland – ethnische Gruppen (ethnic groups) erfasst. Wer hat einen “Migrationshintergrund”?