Romane

 

Eifel

Neuauflage ab dem 15. Juni 2018 bei KBV erhältlich! (Softcover, Paperback, ISBN 978 395 441 4284)

Ammann 1982/BoD 2005, ISBN 978-3-8334-2952-1

Erzählt wird, gebrochen in bittere Ironie, das Leben eines Mannes namens Jakob Simonis von ihm selbst, der, frisch von der Universität gekommen, verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes, als stellen- und damit arbeitsloser Gymnasiallehrer zu so etwas wie einem Hausmann geworden ist. Seine Frau Gisela arbeitet für den Unterhalt der Familie, sie ist Lehrerin an einer Grundschule. Alle Versuche, den langsam verzweifelnden Mann auf gute Gedanken zu bringen und seine Hoffnung, irgendwann doch zu einer Anstellung zu kommen, zu stärken, müssen scheitern, weil alle seine Versuche, eine Stelle zu finden, fehlschlagen. An einem schönen Tag findet man ihn tot unter einer Eisenbahnbrücke. Ein Unfall? Selbstmord? Walter Schenker gelingt es, das innere Drama deutlich werden zu lassen, das sich in der Monotonie dieses arbeitslosen Lebens fast lautlos, aber unerbittlich vollzieht. Zugleich ist dieser seltsam spannende Roman ein Roman der Eifel, eine Liebeserklärung an Land und Leute seiner Region, die hier mit der Magie der Erzählkunst beschworen wird. Ein Roman also, der den Leser auf vielfache Weise gefangen nimmt, fesselt und auch nach der Lektüre nicht loslässt.

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Cover Am andern Ende der Welt
Cover Am andern Ende der Welt

Am andern Ende der Welt

Ammann 1988/BoD 2010, ISBN-13: 9783839174104

Ein Schriftsteller erinnert sich auf einer Reise durch Schleswig-Holstein an seinen Onkel Walter, den Stolz der Familie, der 1929/1930 in Kiel studiert hat und vor der Geburt des Erzählers verstorben ist. In der Familie zu Hause in Solothurn hat dieser Onkel Spuren hinterlassen, Fotos, selbstgemalte Bilder, Schulhefte. Onkel Walter, das war seit der Kindheit die Summe dieser Spuren, die er jetzt, als Schriftsteller, zu einer traurig-leisen Liebesgeschichte ausformt. Ein Roman also von Liebe und Tod, wechselnd zwischen Tatsächlichem und Erfundenem.

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 Manesse

Ammann 1991/BoD 2009, ISBN 978-3-8334-1661-3

Walter Schenker lädt uns zu einer Geschichtenreise in das mittelalterliche Zürich, zu einem historischen Roman, der das Rätsel der Manessischen Liederhandschrift erkundet – mit unserer Sprache. Die Welt, die der Leser dabei entdeckt, ist gar nicht so fern: Entkleidet man das Mittelalter vom Firnis unserer Bildung, erblickt man eine bunte, spontane Welt.

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Cover Professor Gifter
Cover Professor Gifter

Professor Gifter

Rowohlt 1979/BoD 2007, ISBN 978-3-8334-7109-4

Kann Bildung sozialen Aufstieg schaffen?
Trocken und auch genüsslich berichtet Walt Joe Gifter, im Slum vom englischen Blackstone geboren, über die Stationen seines Aufstiegs bis zum Ruf als Professor an die Universität Hongkong.
Die Geschichte eines präzis geplanten und exakt absolvierten Aufstiegs?
Während er höher klettert, Stufe um Stufe, und sich gleichzeitig immer mehr von seiner Familie, seinen Freunden, seiner Frau entfernt, verwandelt sich der Musterschüler und Karrieremacher nach und nach, gleichsam unter den Augen des verblüfften Lesers, in einen gefühllosen, kalt berechnenden Zyniker, bis er schließlich nur noch seinen privaten Gelüsten lebt.
Die Geschichte einer perfekten Anpassung also. Eine doppelbödige Geschichte: Gifters unaufhaltsamer Weg in die Isolierung spiegelt alltägliche Wirklichkeit. Und während wir, fasziniert und abgestoßen, dieses Porträt eines scheinbar „exotischen“ Aufsteigers betrachten, erkennen wir darin die Gesellschaft der Angepassten unserer Zeit wieder.

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Cover Anaxagoras
Cover Anaxagoras

Anaxagoras oder der Nord-Süd-Konflikt

Rowohlt 1981/BoD 2006, ISBN 978-3-8334-4163-9

Anaxagoras, ehemals Orakelpriester zu Delphi, nunmehr Insasse des Seniorenheims „Elysium“ draußen vor Athen, blickt auf sein bewegtes Leben zurück. Er erzählt von der goldenen Zeit in Athen, die vorbei ist, von den Persern, vom Nacktturnen im Gymnasium, von der blutigen Chirurgenpraxis seines Vaters, vom Unterricht bei Chloe im Eroscenter, von den Zärtlichkeiten des väterlichen Freunds im Kriegszelt, von seiner Eheschließung und der damit vollzogenen Fusion einer Öl- und einer Weinfirma, von der Hetäre Kleopatra, von seiner Orakeltätigkeit in Delphi und von seiner Flucht in die Volksrepublik Sparta…
Die Alltäglichkeiten des klassischen Altertums, so wie sie in diesen Aufzeichnungen des Anaxagoras berichtet werden, ähneln irgendwie unserer Gegenwart…
Aber Anaxagoras sagt, die Akropolis sehe aus wie ein Schutthaufen. Und aus Schutt baut Walter Schenker seine Erzählwelt. Schutt der Geschichte: das sind Wörter wie „Eros“, „Gymnasium“, „Demokratie“, das sind all die Klischees, die so bequem und fast unmerklich unsere Gegenwart deuten, weil sie als geschichtlich tradiert über die Zweifel erhaben scheinen, und mit denen gründlich abgerechnet wird.
Schenkers Roman erschien erstmals 1981, zur Zeit also der „Zürcher Jugendunruhen“. Der „Tages-Anzeiger“ Zürich sah damals eine Verwandtschaft zwischen dem Anarchisten Anaxagoras und jener Bewegung.

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Cover Gudrun
Cover Gudrun

Gudrun

Ammann 1985/BoD 2006, ISBN 978-3-8334-5228-4

Dies ist ein politischer und erotischer Deutschland-Roman. Die Heldin, während des Krieges in Königsberg geboren, erinnert sich, Jahre vor dem Fall der Mauer, an ihre Lebensstationen, die sie kreuz und quer durch Deutschland verschlagen haben. Während sich ihre Mutter nach der verlorenen ostpreußischen Heimat sehnt, sind Gudruns Gedanken anders fixiert, doch findet sie wiederum kaum Verständnis bei ihren Kindern. Gudrun zieht ihre Lebensbilianz illusionslos. Aber stolz ist sie die Königin ihrer Träume und träumt im getrennten Deutschland sogar von einer deutschen Wiedervereinigung.

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 Zum roten Stiefel

BoD 2005, ISBN 978-3-8334-3107-4

„Es macht Spaß, Schuhhändler zu sein, und wenn ich mich, was vorkommt, ärgere, rede ich mir den Spaß wieder ein.“
Der Besitzer des Schuhgeschäfts „Zum roten Stiefel“ in Solothurn erzählt sein Leben. Er lässt sich von seinen Erinnerungen tragen und treiben, und aus einem „Gefühl von Vergänglichkeit“ heraus schreibt er auf, was ihn gerade beschäftigt, was ihn einmal beschäftigt hat: Tradition, Fortschritt, Krieg, Konkurrenz, Pubertät, Kunst, Ehe, Affären, Markt und Kapital, elf Kapitel im Ganzen.
Hellwach registriert er, was um ihn herum geschieht in der Schweizer Kleinstadt und was sich verändert in der weiten Welt. In der eigenen Lebensgeschichte zeigen sich die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten fünfzig Jahre. Aus der Erfahrungswelt des Schuhhändlers heraus kommt er immer wieder zu verblüffenden Einsichten.
Alles wird aus einer mittleren Distanz erzählt und geht einem gerade dadurch nahe. Es wird erzählt mit einer gelassenen Direktheit, zuweilen mit einem spöttisch-ironischen Unterton. Dieser Mann will niemandem gefallen, auch sich selber nicht. Er macht sich nichts vor, macht auch denen nichts vor, die ihm nahe stehen.
Die Sprache ist präzise, sachlich, hat nie etwas Gesuchtes, ist locker und leicht. Und dabei geht es in dem, was gesagt wird, nicht nur um leidige Kleinigkeiten des Alltags, sondern mitunter auch um Schweres und Schwieriges.
Wird hier aus einem Schuhhändler ein überzeugender Autor, oder versetzt sich der Autor überzeugend in die Rolle eines Schuhhändlers hinein? Wie dem auch sei, wer das Buch liest, liest es mit Vergnügen und Gewinn.

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Cover Porta Nigra
Cover Porta Nigra

Porta Nigra

BoD 2008, ISBN 978-3-8334-7343-2

„Porta Nigra“ ist kein Heimatroman. Das Wahrzeichen der Stadt Trier dient vielmehr als sinnstiftendes Leitmotiv, das die weltlichen und religiösen Erfahrungen des Helden zusammenhält. Dieser, ein Diakon in Trier, ist größenwahnsinnig. Er rechnet mit dem Nobelpreis für Literatur und tagträumt von einer wahrhaft katholischen Revolution.
Ein bunter Bilderbogen tut sich auf von Benedikt XVI. über James Bond bis zu Heino. Sinn und Gegensinn brechen sich in einer Ironie, die zum einen auf vergnügliche Weise unterhält, hinter der aber zum anderen die strenge Absicht spürbar wird, eine Mystik anzusprechen, die auch mit dem Lastwagen befahren werden kann.

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Cover Engelsstaub
Cover Engelsstaub

Engelsstaub

Ammann 1986/BoD 2010, ISBN 978-3-8391-5454-0

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Die Rezeption der belletristischen Werke in der Kritik finden Sie im
Kritischen Lexikon der deutschen Gegenwartsliteratur 
(edition text + kritik, München).