Anaxagoras oder der Nord-Süd-Konflikt – Pressestimmen

Moderne Satire antik

Zeitgenössisches Unbehagen im Clowsgewand, vor komisch klassischer Kulisse, mit der Hemmungslosigkeit des schwätzenden Alten radikal ridikülisiert, boshaft, bissig, böse – das ist brillant. Zwei Dutzend Saecula schauen in dieser scharfzüngigen Satire auf unsere Zeit herab. Aus der Sicht des die Millennien überblickenden Teleskops erscheinen die heute und hier zappelnden Figuren, die klappernden Klischees erschreckend albern. Das ist für diese leichtgewichtig spielende Satire ein zweiter gewichtiger Pluspunkt. Sie belustigt nicht nur, sie beunruhigt auch.

DIE ZEIT

 

„Nehmt mich nicht ernst. Das wäre mein Tod“

Das scheint zunächst bloß kühl und überlegen gemacht zu sein, die Zeiten werden mit akrobatischer Kunst durcheinandergewirbelt, der Ton ist schnoddrig oder hektisch abgehackt, oft böse. Bitterer kann man nicht über Lustigkeit schreiben, als es hier geschieht, glaubensloser als dieser pensionierte Priester nicht über die Götter sich verbreiten. (…) Aus dem in einem anarchischen Akt von übernommenen Wertvorstellungen leergefegten
Raum entstehen dann aber – unerwartet – neue Wertbegriffe, die denn auch in schmiegsameren, oft fast zärtlichen Sätzen vorgetragen werden (…).

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

 

Anaxagoras

Ein bissiges, in seiner Überdeutlichkeit manchmal schwer erträgliches Buch, das aber so hervorragend geschrieben ist, dass man es mit Spannung liest und manches mit verstohlenem Grinsen doch in Kauf nimmt.

SÜDWESTFUNK

 

Anaxagoras

Schenker hat ein gescheites und zugleich unterhaltsames Buch geschrieben. Was kann man sich als Leser mehr wünschen?

WIENER MORGEN KURIER